Coronavirus – Informationen zu Gottesdiensten und Gemeindeleben

[Stand 09.01.2021]

Gottesdienste wieder in der Kirche ab dem 17. Januar

Liebe Gemeindeglieder,

Vorläufig bis zum 31. Januar wurde von der Landesregierung ein harter Lockdown verhängt, der auch an uns als Kirchengemeinde nicht spurlos vorübergehen kann. Gottesdienste bleiben zwar weiterhin erlaubt, 
als Christ*innen stehen wir aber für den Schutz des Lebens ein und bemühen uns darum, das Eigeninteresse nicht vor die Nächstenliebe zu stellen.
Der Gottesdienst ist ein sehr hohes Gut, dennoch muss überlegt werden, wie wir dazu beitragen können, die Zeit des Lockdowns möglichst kurz zu halten. Vertreter*innen des evangelischen Kirchengemeinderat Wangen-Oberwälden hatten am 09.01.2021 in einer Online-Sondersitzung beraten, wie in der Zeit des Lockdowns Gottesdienst gefeiert werden kann.

Es wurde der Beschluss gefasst, dass wir bei einem Inzidenzwert von unter 200/100.00 im Landkreis wieder Gottesdienste in der Kirche anbieten möchten. Sollte der Wert drei Tage in Folge die Marke von 200/100.000 überschreiten, findet kein Gottesdienst in der Kirche statt. Wir informieren Sie dann rechtzeitig über unsere Homepage und Aushängen direkt an der Kirche.

Maßnahmen zur Sicherheit auf dem Friedhof Oberwälden

Am Dienstag, 2. Juni, hat Bürgermeister Dutta in Absprache mit Pfarrer Honegger Teile des Friedhofes in Oberwälden mit einem Absperrband absichern lassen.

Dem Entschluss, diese Maßnahme umzusetzen, ging ein ausführliches Abwägen voraus. Denn der Friedhof ist ein ausgesprochen wichtiger Ort des Gedenkens lieber Menschen und ein nicht wegzudenkender Teil der Trauerarbeit für die Angehörigen. Umso schmerzlicher war die Entscheidung.

Jüngsten Einschätzungen von Fachleuten zufolge sind weder das Dach des Kirchturms noch des Kirchenschiffs sicher genug, dass der Bereich um die Kirche ohne Gefahr für Leib und Leben betreten werden kann. Somit besteht Gefahr in Verzug. Da die Sicherheit der Friedhofs- und Kirchenbesucher an oberster Stelle steht, wurde die Absperrung von Teilen des Friedhofs veranlasst. 

An dieser Stelle möchten wir Sie ausführlich über die Hintergründe informieren und einen Ausblick geben, wie es weiter gehen kann.

Zu den Hintergründen:

Bereits das vorletzte Gremium des Kirchengemeinderates Oberwälden hat die Sanierung des Kirchturms in Oberwälden anvisiert. 2017 fand eine Bauberatung durch den Oberkirchenrat statt, bei dem die Kosten für die Sanierungsmaßnahme mit 110.000€ veranschlagt wurden.

Die entsprechenden Genehmigungsverfahren wurden eingeleitet. Da die Nikolauskirche besonders denkmalgeschützt ist und auch diverse Umweltgutachten und entsprechende Genehmigungen einzuholen sind, ist das ein zeitaufwändiger Prozess.

Nach Kostenberechnung des beauftragten Architektenbüros explodierten die Sanierungskosten für den Turm im Jahr 2019 auf über 400.000€. Diese Summe stellt selbst die nun fusionierte Kirchengemeinde vor erhebliche Herausforderungen.

2020 haben die Winterstürme dem Dach des Kirchenschiffs zugesetzt und Teile beschädigt.

Als die Schäden behoben wurden, hat das beauftragte Unternehmen festgestellt, dass die Dachlattung des Kirchenschiffs in marodem Zustand ist und - je nach Belastung durch Stürme, Schnee, etc. - das Dach nur noch wenige Jahre standhalten würde.

Das heißt nicht nur der Kirchturm, sondern auch das Dach des Kirchenschiffes wären zeitnah zu sanieren. Erste vorläufige Schätzungen gehen von einem Volumen von knapp 600.000€ aus. Es ist aber zu befürchten, dass diese Zahl nach oben korrigiert werden muss.

Da dieses Volumen die finanziellen Möglichkeiten der Kirchengemeinde Wangen-Oberwälden übersteigt, mussten alle Sanierungsmaßnahmen vorerst unterbrochen werden.

Pfarrer Honegger hat mit dem Kirchengemeinderat die integrierte Beratung SPI durch den Oberkirchenrat beantragt. Die erste Sitzung fand am 3. Juni statt.

In diesem Beratungsprozess werden zunächst alle Gebäude der Kirchengemeinde untersucht und auf Ihren Sanierungsbedarf innerhalb der nächsten 15 Jahre hin geprüft, um ein realistisches Bild des Gesamtbedarfs zu erhalten.

Dann wird im Rahmen einer Immobilienkonzeption unter Einbeziehung der Kirchengemeinde und der Öffentlichkeit ein Nutzungskonzept für alle Gebäude entwickelt und evaluiert, welches Gebäude für welchen Zweck gebraucht wird.

Das Ergebnis wird mit den zukünftigen finanziellen Möglichkeiten der Kirchengemeinde abgeglichen, die sich durch den Rückgang der Gemeindegliederzahlen und die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie erheblich von denen der Vergangenheit unterscheiden werden.

Dieser Prozess wird nicht in Hinterzimmern entschieden, sondern findet transparent unter der Einbeziehung der Öffentlichkeit statt.

 

Im Hinblick auf den Friedhof in Oberwälden bedeutet dies folgendes:

Die Möglichkeit, die Gräber aufsuchen zu können, hat eine sehr hohe Priorität. Die Sicherheit der Friedhofs- und Kirchenbesucher steht aber an oberster Stelle.

Am 28. Mai wurde das gesamte Dach der Nikolauskirche mit einer Drohne begutachtet. Dabei wurde festgestellt, dass ein Lösen einzelner Ziegel nicht ausgeschlossen werden kann.

Da somit Gefahr in Verzug besteht und der Friedhof selbst im Besitz der bürgerlichen Gemeinde ist, haben Bürgermeister Dutta und Pfarrer Honegger sich darauf verständigt, dass Teile des Friedhofes abgesperrt werden müssen. Da das Glockengeläut den Turm in Schwingung bringt, sind die Glocken vorerst ebenfalls ausgeschaltet.

Damit für diese Situation zeitnah eine Lösung gefunden werden kann, fand bereits am 2. Juni ein Ortstermin mit verschiedenen Handwerksbetrieben statt. Derzeit wird mit Hochdruck geprüft, welche Sicherungsmaßnahmen geeignet sind, um Kirche und Friedhof baldmöglichst wieder zugänglich zu machen.
Weitere Entwicklungen dazu werden an dieser Stelle bekannt gegeben.

Seit Donnerstag, den 30.07.2020 ist der Friedhof nach den Sicherungsmaßnahmen wieder begehbar.

 
 
 
 
 
 
 
 

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